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Phase 1
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Start in Phase 1
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01. Der Einstieg in das Projekt
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Videobeispiele (Einstiegsvideos)
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Videobeispiele (Einstiegsvideos)
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02. Die Recherche
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03. Storytelling: Die Storyline (FAQ)
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04. Storytelling: Das Storyboard
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Die Retrospektive
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# Schritt 3
# Zusammenfassung
Zusammenfassung
Nach der Storyline geht es nun um die visuelle Planung: Wie wird die Geschichte erzählt? Wie sieht Szene 1 aus? Was passiert in Szene 2?
Das Storyboard übersetzt den roten Faden in konkrete Bilder, Bewegungen, Einstellungen und Sprechanteile.
Es ist das wichtigste Planungsinstrument, das verhindert, dass die Schüler:innen „einfach drauflos filmen“ – einer der häufigsten Fehler im Projekt.
Kompetenzfokus:
Zusammenarbeit Visualisierung Reduktionskompetenz Zielorientierung
Unser Tipp:
👉 Storyboard = Denkprozess sichtbar machen. Nicht Kunst. Nicht Perfektion.
Deine Rolle als Lernbegleitung:
- Halte dich bewusst
zurück.
Dein Job ist nicht, das Storyboard „schön“ zu machen. - Achte auf logische
Abfolge.
Viele Storyboard-Probleme sind eigentlich Storyline-Probleme. - Timeboxing konsequent
nutzen.
Sonst verschwinden Gruppen im Ästhetik-Strudel. - Ermutige zum Mut zur
Lücke.
Ein grobes Storyboard ist besser als ein perfektes, das nie fertig wird. - Feier den Moment, in
dem eine Gruppe merkt, dass ihre Idee funktioniert.
Das ist Gold wert für Motivation.
# Kernaufgaben
Kernaufgaben und Ablauf
Deine Kernaufgabe ist die Unterstützung der kreativen Arbeit deiner Schüler:innen.
Ablauf
Bevor die Schüler:innen zeichnen, müssen sie kurz prüfen:
- Stimmt unsere Hauptfigur?
- Ist das zentrale Problem klar?
- Nutzen wir die richtigen 3–5 Fakten aus dem Factsheet?
Regel: Wenn hier etwas unsicher ist, nicht starten! Erst die Basis klären, dann visualisieren. Häufiges Problem - Storyboards werden gezeichnet, obwohl die Story noch wackelt.
Ein einminütiges Video braucht wenige, klare Szenen – viele Schüler:innen überladen ihre Storyboards.
Darum gilt:
- Maximal 6 Szenen, ideal sind 4.
- Für jede Szene klären:
✔️ Was passiert?
✔️ Wer ist im Bild?
✔️ Welcher Fakt wird vermittelt?
✔️ Wie endet die Szene?
✔️ Wozu führt sie?
Praxis-Tipp:
Wenn eine Szene nicht in einem Satz erklärbar ist, kürzen oder zusammenfassen.
Hier wird gezeichnet, gekritzelt, gestrichen – aber nicht „künstlerisch gestaltet“.
Das Storyboard muss keine Kunstwerke enthalten, sondern nur die wichtigsten Informationen transportieren:
✔️ Was ist zu sehen?
✔️ Wo steht wer?
✔️ Welche Bewegung passiert?
✔️ Gibt es Sprechblasen oder Voice-Over?
Wichtiger Hinweis:
Viele Schüler:innen glauben, ein Storyboard sei „ein Bild pro Sekunde“. Das ist falsch!
➡️ Ein Storyboard zeigt Szenen, nicht einzelne Frames.
Für jede Szene machen die Schüler:innen einfache Angaben zu:
- Kameraperspektive (nah, total, POV…)
- Tonart (VoiceOver, Dialog, Musik, Stille)
- Text/Hook, falls nötig
- Effekte, die unbedingt gebraucht werden
Beobachtung:
- Sind die Ideen realistisch umsetzbar?
- Erkennen Schüler:innen technische Grenzen?
Bevor es weitergeht, wird das Storyboard laut vorgestellt – wie eine kleine Probeaufführung.
Diese Phase ist ein wichtiger Lernmoment:
➡️ Wenn die Handlung beim Erzählen nicht funktioniert, muss das Storyboard überarbeitet werden.
Fragen für die Lernbegleitung:
- „Was ist die Kernaussage dieser Szene?“
- „Warum braucht das Video genau diese Szene?“
- „Könnte man es kürzer erzählen?“
Die Schüler:innen klären die Frage "Wer übernimmt welche Rolle im Team?" - Regie, Kamera, Schauspiel, Schnitt, Ton, etc.
- Jede Rolle wird vor dem Dreh festgelegt.
- Keine Doppelrollen während einer Szene (z. B. Regie und Kamera gleichzeitig).
- Rollen können zwischen Szenen wechseln, aber immer klar abgesprochen.
Lass die Schüler:innen ihre Rollen selbst wählen oder gemeinsam im Team verteilen. So entsteht mehr Engagement und Verantwortungsbewusstsein. Eine Reflexionsrunde nach der Rollenvergabe kann helfen, Erwartungen zu klären und die Zusammenarbeit zu stärken.
# Tools
Eingesetzte Tools & Methoden
- Storyboard-Vorlage
- Kanban (Arbeitsorganisation)
- Daily Stand Up (Arbeitsorganisation)
- Timeboxing
- Widerstandsmethode (Entscheidungsfindungsprozess)
# Individualisierung
Deine Gruppe kann mehr...
Taucht noch einmal bewusst in die gezielte Planung der Stimmung ein, die euer Video vermitteln soll. Überlegt euch:
- Farbwelt: Welche Farben passen zu der Stimmung oder Botschaft?
- Musik & Ton: Welche Musikrichtung, Geräusche oder Soundeffekte unterstützen eure Emotion?
- Visuelle Atmosphäre: Welche Bildstile, Perspektiven oder Lichtstimmungen passen zu eurer Idee?
Erstellt dazu ein Moodboard, das Farben, Bilder, Musikideen und Tonbeispiele sammelt. Das hilft euch dabei, die Dramaturgie zu planen und euer Video stimmig aufzubauen.
So bekommt ihr ein klares Gefühl für die Atmosphäre eures Videos – und könnt die Dramaturgie stimmig und wirkungsvoll gestalten.
Die Produktion eines Films bietet viele verschiedene Aufgabenbereiche – ideal, um individuelle Stärken zu fördern und Teamarbeit zu erleben. Eine klare Rollenverteilung hilft dabei, Struktur in den kreativen Prozess zu bringen und Konflikte zu vermeiden.
Typische Rollen im Projektteam:
- 🎥 Regie: behält den Überblick über die Storyline und die Umsetzung
- 📸 Kamera: kümmert sich um Bildausschnitt, Perspektive und Technik
- 🎭 Schauspiel: übernimmt Rollen vor der Kamera
- 🧠 Drehbuch/Text: schreibt Dialoge und Szenenbeschreibungen
- 🎨 Ausstattung: organisiert Requisiten und Bühnenbild
- 💡 Licht & Ton: sorgt für gute Beleuchtung und verständlichen Ton
- 🗂️ Organisation: plant Zeit, Aufgaben und sorgt für Struktur (z. B. mit dem KanBan-Board)
- ✂️ Schnitt & Nachbearbeitung: bearbeitet das Material nach dem Dreh
Schüler:innen können sicher eingehender mit Kameraregeln und Schnittplanung beschäftigen.
Kameraregeln
- Nutzt verschiedene Einstellungsgrößen:
- Totale (zeigt alles)
- Halbtotal (Person + Umgebung)
- Nahaufnahme (Details, Gesicht)
- Achtet auf die Achse:
- Kein Achsensprung! Die Blickrichtung darf nicht plötzlich um 180° wechseln.
Mini-Schnittplanung
- Überlegt vor dem Dreh:
- Wie sollen die Szenen verbunden werden?
- Harte Schnitte
- Überblendungen
- Kamerabewegungen (Schwenk, Zoom)
- Wie sollen die Szenen verbunden werden?
# FAQ
Noch Fragen...
Textbasiertes Storyboard
Beschreibung: Eine einfache Liste oder Tabelle mit Szenenbeschreibungen, Dialogen und Handlungsabläufen.
Warum sinnvoll:
- Fördert strukturiertes Denken und klare Planung.
- Ideal für schnelle Skizzen und erste Ideen ohne großen Aufwand.
Visuelles Storyboard (Skizzen)
Beschreibung: Abfolge von gezeichneten Bildern oder Illustrationen, die Handlung und Ablauf darstellen.
Warum sinnvoll:
- Unterstützt visuelles Vorstellungsvermögen.
- Hilft, komplexe Abläufe anschaulich zu machen.
Fotostoryboard
Beschreibung: Verwendung von Fotos oder realen Bildern, um Szenen und Perspektiven darzustellen.
Warum sinnvoll:
- Macht Planung greifbar und realitätsnah.
- Fördert Kreativität und den Einsatz eigener Ressourcen.
Videostoryboard (One-Take mit gesprochenen Regieanweisungen)
Beschreibung: Eine durchgehende Aufnahme, in der die Handlung in einem einzigen Take gezeigt wird. Regieanweisungen werden direkt gesprochen und integriert.
Warum sinnvoll:
- Spart Zeit und ermöglicht schnelles Prototyping.
- Fördert Spontaneität und authentische Darstellung.
Digitales Storyboard
Beschreibung: Erstellung mit Software-Tools (z. B. PowerPoint, Canva, Storyboarder), oft mit Kombination aus Text, Bild und Animation.
Warum sinnvoll:
- Gut für komplexe Projekte mit mehreren Medien.
- Hinweis: Für Schüler:innen oft zu aufwendig – nur einsetzen, wenn digitale Präsentation zwingend erforderlich ist.
So einfach wie möglich, so umfangreich wie nötig
Ein Storyboard soll Klarheit schaffen, ohne unnötig kompliziert zu sein. Es dient als Orientierung für den Ablauf und unterstützt die Planung von Inhalten und Medien.
Es hilft, Ideen sichtbar zu machen, den roten Faden zu sichern und die Zusammenarbeit in der Gruppe zu erleichtern. Außerdem ermöglicht es, frühzeitig Lücken oder Unklarheiten zu erkennen und den Einsatz von Zeit und Ressourcen besser zu planen.
Es muss nicht perfekt sein – wichtig ist, dass die Gruppe einen Plan hat. Nach der Umsetzung gibt es die Gelegenheit, das Ergebnis zu reflektieren und zu überarbeiten.
- Stockmaterial (auch Stock Footage oder Stockbilder) sind vorproduzierte Fotos oder Videos, die nicht für ein bestimmtes Projekt erstellt wurden, sondern aus einer Sammlung stammen und für verschiedene Zwecke genutzt werden können.
- Erklärendes Bildmaterial dient dazu, Inhalte visuell zu unterstützen – z. B. Grafiken, Diagramme oder Illustrationen, die komplexe Sachverhalte verständlich machen.
Hier sind einige empfehlenswerte Plattformen, die kostenloses und lizenzfreies Material anbieten:
- Pixabay – Fotos, Videos, Illustrationen, Vektoren (CC0-Lizenz, frei nutzbar).
- Pexels – Hochwertige Fotos und Videos, auch für kommerzielle Nutzung.
- Unsplash – Große Auswahl an professionellen Fotos, ideal für Hintergründe und Szenen.
- Videvo – Kostenlose Videos und Animationen (teilweise Attribution erforderlich).
Tipp: Immer die jeweilige Lizenz prüfen (z. B. CC0 oder „Free for commercial use“), um sicherzugehen, dass keine Namensnennung oder Einschränkungen bestehen.
Sanfter Reminder: „Ihr zeichnet keine Kunst – ihr plant ein Video.“
→ Timeboxing 10 Minuten pro Szene.
Regel aktiv einsetzen:
➡️ „Streicht 2 Szenen. Eure Story wird dadurch besser.“
Moderationsfrage: „Welche Alltagssituation erklärt diesen Fachbegriff am besten?“
→ Storytelling statt Fachvortrag.
Zurück zur Struktur fragen: „Was ist Figur – Problem – Lösung?“
→ Erst denken, dann zeichnen.
Nicht direkt verbieten!
Stattdessen: „Wie würdet ihr das mit euren Mitteln umsetzen?“
→ Selbstregulation fördern.
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