Zum Inhalt springen
Kursinhalt

# Schritt 2

# Zusammenfassung

Zusammenfassung

In diesem Schritt arbeiten die Schüler:innen agil und iterativ. Sie organisieren ihre Recherchebereiche und Aufgaben mit Kanban und tauschen sich in kurzen Daily Stand-ups aus.

Ziel ist ein solides Faktenfundament für die spätere Story. Die Recherche bedeutet Filtern, Verdichten und Bewerten - keine bloße Sammlung von Infos.

Am Ende dieses Schrittes hat jede Gruppe:

 ein Factsheet (max. 1 Seite)

 mit verlässlichen Quellen

 in eigenen Worten 

 nur relevante, erzählbare Informationen

Ein Thema wird in mehrere Recherchebereiche aufgeteilt. Jede Person vertieft sich in einen Bereich – so entsteht gebündeltes Wissen. Die Ergebnisse werden dokumentiert und in einer gemeinsamen Übersicht (z. B. Mindmap) festgehalten. Ein kurzer Austausch (Daily-Stand-Up) sorgt für Transparenz.

Zur Qualitätssicherung erfolgt ein Fakten-Check. Die Zusammenführung folgt im nächsten Schritt.


Kompetenzfokus: 

Konzentration Teamabsprachen  Informationsrecherche  Kritisches Denken

Unsere Tipps:

  • Gute Fragen fördern: Qualität der Fragen = Qualität der Recherche
  • Denkprozesse sichtbar machen: digitale Tools nutzen, aber Papier für Überblick

Deine Rolle als Lernbegleitung:

  • Tools bereitstellen: Mindmap, Fakten-Check-Hilfsmittel
  • Zeit sichern: Klare Zeitfenster (Timeboxing)
  • Eigenverantwortung stärken: Timekeeper in jeder Gruppe benennen
  • Nicht inhaltlich eingreifen: Keine Lösungen oder Hilfspakete geben
  • Abschluss einfordern: Ergebnisse (Factsheet + Mindmap) am Ende, bei zu tiefer Detailrecherche bremsen


# Kernaufgaben

Kernaufgaben mit Checkliste

Die Recherchephase dauert 90 Minuten und nutzt Prinzipien agilen Arbeitens:

  • Verteilte, selbstorganisierte Arbeit in Gruppen führt zu vielfältigeren und besseren Ergebnissen.
  • Kurze Abstimmungseinheiten (Daily-Stand-Up, 1–2 Minuten) nach jeweils 30 Minuten helfen, den Überblick zu behalten, Blockaden früh zu erkennen und schnelle Anpassungen vorzunehmen.
  • Der Fokus liegt auf Transparenz (sichtbarer Arbeitsfortschritt, über Kanban-Board und Mindmap) und Iterationen (Zwischenergebnisse werden geprüft und verbessert).


Ablauf der Recherche

Die Schüler:innen recherchieren zunächst alleine. Schrittfolge laut Empfehlung:

  1. Informationen suchen (Bücher, seriöse Websites, Schulbuch, Videos)
  2. Wesentliches markieren
  3. In eigenen Worten notieren
  4. Quelle direkt mitschreiben

Beobachtung:

  • Nutzen SuS seriöse Quellen oder nur „erste Google-Treffer“?
  • Schreiben sie in eigenen Worten?

Die Gruppe trägt ihre Informationen zusammen und bereinigt:

  • Was ist doppelt?
  • Was ist widersprüchlich?
  • Was ist offensichtlich falsch?
  • Was ist wichtig für die spätere Story?

Hinweis aus dem Material: Viele SuS brauchen hier Unterstützung beim Filtern.

Lass sie folgende Frage beantworten:

➡️ „Welche 5 Fakten MUSS unser Publikum verstehen, damit unsere Story funktioniert?“

Das Factsheet ist der sichtbare Denkprozess (wichtiges DSS-Element!).

Es sollte enthalten:

  • 3 Leitfragen
  • 3–5 Kernfakten
  • 1–2 anschauliche Beispiele
  • Quellenliste
  • kurze Zusammenfassung in eigenen Worten

Beobachtung:

  • Ist die Sprache präzise?
  • Ist alles geklärt, was später in der Story gebraucht wird?
  • Nutzen SuS Fachbegriffe korrekt?

Jede Gruppe stellt ihre Fakten max. 3 Minuten vor.

Ziel: Missverständnisse klären, Fragen stellen, Wissenslücken sichtbar machen.

# Aufgaben Lernbegleitung

 Deine Aufgaben als Lernbegleitung:

Was passiert hier didaktisch?

Das große Thema wird bewusst zerlegt, damit jede:r Schüler:in Verantwortung für einen Teil übernimmt. In einer 5er-Gruppe entstehen so aus einer Unterrichtsstunde rechnerisch 4–5 Stunden inhaltliche Auseinandersetzung.

KI erlaubt

  • Überblick zu gewinnen
  • Fachbegriffe erklären zu lassen

Tipp für die Begleitung:

Hilf nur bei der Sinnhaftigkeit der Aufteilung, nicht bei den Inhalten. Gute Recherchefragen sind:

  • „Ist dieses Teilthema klar genug, um es allein zu bearbeiten?“
  • „Überschneidet sich das stark mit anderen Bereichen?“

➡️ Nicht korrigieren, sondern schärfen.


Was Schüler:innen tun: Jede:r arbeitet eigenständig im eigenen Themenfeld und sammelt relevante Fakten, keine Texte zum Abschreiben.

Didaktischer Hintergrund:

Die Trennung der Themen verhindert oberflächliches Googeln und fördert Expertenrollen im Team.

KI erlaubt

  • eigenes Verständnis zu prüfen
  • komplexe Texte vereinfacht erklären zu lassen

Tipp für die Begleitung:

Beobachte eher das Rechercheverhalten als die Ergebnisse:

  • Werden Quellen kritisch hinterfragt?
  • Wird eher kopiert oder verstanden?
  • Werden Fragen notiert?

👉 Greife nur ein, wenn jemand völlig ins Leere läuft.


Was passiert:

Alle Erkenntnisse fließen in eine gemeinsame Mindmap (digital oder offline). Die Mindmap ist kein schönes Produkt, sondern ein Arbeitsraum für Denken.

Wichtig:

  • Stichpunkte statt Fließtexte
  • Klare Zuordnung zu Themenfeldern
  • Quellen direkt an den Fakten notieren
  • Eigenleistung sichtbar machen (Stichpunkte, Erklärungen)
  • Quellenarbeit bleibt Pflicht (KI ist keine Quelle)
  • Transparenz einfordern: „Wofür habt ihr KI genutzt?“

Tipp für die Begleitung:

Erinnere die Gruppe: „Wenn ihr es nicht kurz aufschreiben könnt, habt ihr es noch nicht verstanden.“


Was Schüler:innen lernen: Nicht jede Information ist automatisch richtig. Jede Aussage wird kurz geprüft:

  • Passt sie zu anderen Quellen?
  • Ist die Quelle seriös?
  • Gibt es Widersprüche?

Aufgabe der Lernbegleitung:

  • Stelle das Fakten-Check-PDF bereit
  • Ermutige zu kritischen Rückfragen
  • Akzeptiere Unsicherheiten („Das ist noch unklar“)

➡️ Unsicherheit ist erlaubt – Unreflektiertheit nicht.


Ziel: Schneller Austausch statt langer Präsentationen.

Regeln für Schüler:innen:

  • max. 1–2 Minuten
  • Fokus auf:
    • wichtigste Erkenntnisse
    • überraschende Fakten
    • offene Fragen

Didaktischer Effekt:

  • Wissen wird sozial verankert
  • Reduktion auf das Wesentliche
  • Vorbereitung auf späteres Storytelling
  • Textverständnis trotz KI – gegenseitiges mündliches Erklären

Tipp für die Lernbegleitung:

Stoppe freundlich, wenn jemand ins Erzählen kommt: „Was davon ist für euer Team wirklich wichtig?“

Nach dem ersten Stand-up kann sich zeigen:

  • Manche Themen sind erschöpft
  • Andere brauchen Vertiefung
  • Neue Fragen entstehen

Erlaubt ist:

  • Umverteilung von Themen
  • Vertiefung einzelner Aspekte
  • Zusammenlegung von Bereichen

➡️ Recherche ist ein dynamischer Prozess, kein starres Abarbeiten.


Ganz wichtig: Die Recherche wird nicht perfektioniert. Spätestens am Ende der vereinbarten Zeit wird sie bewusst beendet.

Warum?

  • Sonst blockiert sie Storytelling
  • Perfektion verhindert Entscheidungen
  • Das nächste Lernen passiert im Erzählen, nicht im Sammeln

Klarer Übergang: Die Ergebnisse sind Arbeitsmaterial für:

➡️ Storyline & roten Faden



Recherche ist kein Endprodukt – sie ist Rohmaterial. Die Bewertung, Gewichtung und Bedeutung entsteht im nächsten Schritt.

# Aufgaben Schüler:innen

Zentrale Aufgaben der Schüler:innen 

Was passiert hier didaktisch?

Das große Thema wird bewusst zerlegt, damit jede:r Schüler:in Verantwortung für einen Teil übernimmt. In einer 5er-Gruppe entstehen so aus einer Unterrichtsstunde rechnerisch 4–5 Stunden inhaltliche Auseinandersetzung.

KI erlaubt

  • Überblick zu gewinnen
  • Fachbegriffe erklären zu lassen

Tipp für die Begleitung:

Hilf nur bei der Sinnhaftigkeit der Aufteilung, nicht bei den Inhalten. Gute Recherchefragen sind:

  • „Ist dieses Teilthema klar genug, um es allein zu bearbeiten?“
  • „Überschneidet sich das stark mit anderen Bereichen?“

➡️ Nicht korrigieren, sondern schärfen.


Was Schüler:innen tun: Jede:r arbeitet eigenständig im eigenen Themenfeld und sammelt relevante Fakten, keine Texte zum Abschreiben.

Didaktischer Hintergrund:

Die Trennung der Themen verhindert oberflächliches Googeln und fördert Expertenrollen im Team.

KI erlaubt

  • eigenes Verständnis zu prüfen
  • komplexe Texte vereinfacht erklären zu lassen

Tipp für die Begleitung:

Beobachte eher das Rechercheverhalten als die Ergebnisse:

  • Werden Quellen kritisch hinterfragt?
  • Wird eher kopiert oder verstanden?
  • Werden Fragen notiert?

👉 Greife nur ein, wenn jemand völlig ins Leere läuft.


Was passiert:

Alle Erkenntnisse fließen in eine gemeinsame Mindmap (digital oder offline). Die Mindmap ist kein schönes Produkt, sondern ein Arbeitsraum für Denken.

Wichtig:

  • Stichpunkte statt Fließtexte
  • Klare Zuordnung zu Themenfeldern
  • Quellen direkt an den Fakten notieren
  • Eigenleistung sichtbar machen (Stichpunkte, Erklärungen)
  • Quellenarbeit bleibt Pflicht (KI ist keine Quelle)
  • Transparenz einfordern: „Wofür habt ihr KI genutzt?“

Tipp für die Begleitung:

Erinnere die Gruppe: „Wenn ihr es nicht kurz aufschreiben könnt, habt ihr es noch nicht verstanden.“


Was Schüler:innen lernen: Nicht jede Information ist automatisch richtig. Jede Aussage wird kurz geprüft:

  • Passt sie zu anderen Quellen?
  • Ist die Quelle seriös?
  • Gibt es Widersprüche?

Aufgabe der Lernbegleitung:

  • Stelle das Fakten-Check-PDF bereit
  • Ermutige zu kritischen Rückfragen
  • Akzeptiere Unsicherheiten („Das ist noch unklar“)

➡️ Unsicherheit ist erlaubt – Unreflektiertheit nicht.


Ziel: Schneller Austausch statt langer Präsentationen.

Regeln für Schüler:innen:

  • max. 1–2 Minuten
  • Fokus auf:
    • wichtigste Erkenntnisse
    • überraschende Fakten
    • offene Fragen

Didaktischer Effekt:

  • Wissen wird sozial verankert
  • Reduktion auf das Wesentliche
  • Vorbereitung auf späteres Storytelling
  • Textverständnis trotz KI – gegenseitiges mündliches Erklären

Tipp für die Lernbegleitung:

Stoppe freundlich, wenn jemand ins Erzählen kommt: „Was davon ist für euer Team wirklich wichtig?“

Nach dem ersten Stand-up kann sich zeigen:

  • Manche Themen sind erschöpft
  • Andere brauchen Vertiefung
  • Neue Fragen entstehen

Erlaubt ist:

  • Umverteilung von Themen
  • Vertiefung einzelner Aspekte
  • Zusammenlegung von Bereichen

➡️ Recherche ist ein dynamischer Prozess, kein starres Abarbeiten.


Ganz wichtig: Die Recherche wird nicht perfektioniert. Spätestens am Ende der vereinbarten Zeit wird sie bewusst beendet.

Warum?

  • Sonst blockiert sie Storytelling
  • Perfektion verhindert Entscheidungen
  • Das nächste Lernen passiert im Erzählen, nicht im Sammeln

Klarer Übergang: Die Ergebnisse sind Arbeitsmaterial für:

➡️ Storyline & roten Faden


  • Aufteilung des übergeordneten Themas in klar abgegrenzte Recherchegebiete
  • Jede:r Schüler:in übernimmt ein eigenes Recherchethema
  • Parallelrecherche: Alle arbeiten gleichzeitig an unterschiedlichen Aspekten
  • Sammlung aller Erkenntnisse in einer gemeinsamen Mindmap
  • Jede Information wird:
    • kurz faktisch geprüft
    • mit Quellennachweis versehen
  • Regelmäßige Daily Stand-ups zum Austausch:
    • max. 1–2 Minuten pro Person
    • Fokus auf: wichtigste Erkenntnisse, Überraschendes, offene Fragen
  • Anpassung der Recherche (neue Schwerpunkte, Vertiefung, Umverteilung)
  • Bewusster Abschluss der Recherche (kein Perfektionieren!)

  Kurzleitfaden Recherche (für Schüler:innen)

# Tools

Eingesetzte Tools & Methoden

  • Kanban-Board (Visualisiert Aufgaben und Fortschritt (Spalten: To Do, In Arbeit, Review, Done).
  • Daily Stand-up (Kurze Abstimmung (1–2 Minuten): Was mache ich? Gibt es Hindernisse?
  • Timer / Timeboxing-Tool
  • Iteratives Arbeiten (Zwischenergebnisse prüfen und anpassen.)
  • Selbstorganisation (Teams entscheiden eigenständig über Aufgabenverteilung.)
  • Mindmap (Dokumentation und Fortschritt für alle sichtbar).
  • Factsheet-Erstellung (Max. 1 Seite, eigene Worte, nur erzählbare Fakten.)

  Template zum Roten Faden  

  Template FactSheet


​​


# Individualisierung

Deine Gruppe kann mehr...

  • Vergleich zweier Perspektiven (z. B. historische vs. wissenschaftliche Darstellung)
  • Kleine Quellenanalyse (Warum ist Quelle A glaubwürdiger als B?)

  • Recherche auf 2 seriöse Quellen begrenzen
  • Vorstrukturierte Leitfragen geben (nicht die Antworten!)
  • Mini-Checkliste: „Habe ich die Quelle? Habe ich es verstanden? Kann ich es erklären?“
  • Projektname, Thema, Klassenstufe eintragen
  • Start- und Enddatum sowie geplanter Zeitrahmen
  • Teamorganisation (4-6 Schüler:innen pro Team)
  • Meilensteile (z. B. Storyboard bis Woche 2, Erstvideo Woche 4, Finale Präsentation Woche 7)
  • Termine für Q&A mit Creator:innen eintragen
  • Identifiziere passende Stundenformate
  • Plane Scrum-/Kanban-Sessions, Feedback-Runden und Reflexionszeiten mit ein

# FAQ

Noch Fragen...

SuS direkt stoppen und Übung einbauen: „Fasse 3 Sätze in eigenen Worten zusammen.“

Ziel: Verstehen statt Sammeln.

Verwende zum Beispiel diese Moderationsfrage: „Welche Information fehlt euch, damit ihr daraus eine Story bauen könnt?“

Korrigiere die SuS nicht einfach, sondern fragen:

„Wie könnt ihr prüfen, ob das stimmt?“

Hinweis aus der Praxis: Schüler:innen selbst entdecken lassen!

Stelle den SuS folgende Frage: „Stellt euch vor, euer Video ist 60 Sekunden lang. Welche Fakten passen wirklich rein?“



​​

Bewertung
0 0

Momentan sind keine Kommentare vorhanden.

, um als erster einen Kommentar zu hinterlassen.